Waldkrippe Denzlingen

Geöffnet an 5 Tagen pro Woche. Für Kinder ab 2 Jahren.

In der kleinen Gruppe werden bis zu zehn Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Eintritt in den Kindergarten aufgenommen und auf die Kindergartenzeit vorbereitet. Drei Waldpädagoginnen betreuen an fünf Vormittagen je fünf Stunden die Kinder. Aufgrund der längeren Öffnungszeiten verfügt die Krippe über eine Hütte mit Schlafgelegenheiten.

Der Standort

Die Waldkrippe Denzlingen hat ihren Standort mit Schutzhütte am Einbollen zwischen Fußballstadion, Kleintierzuchtanlage, dem Fluss Lossele und dem Parkplatz an der Glotter. Auf dem Gelände befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft die Schutzhütte der ebenfalls neuen Waldkindergartengruppe. Um die beiden Schutzhütten herum befindet sich ein ebenes Areal, das seine natürliche Eingrenzung durch zwei kleine Bachläufe und einige Bäume und Sträucher findet. Im nahe gelegenen Wald befinden sich bereits mehrere geeignete Plätze, die wir nutzen können, ebenso ein Biotop und diverse Zugänge zur Glotter, die meist wenig Wasser führt. Auch eine Wiesenfläche in der Nähe des Heidachsees ist schnell erreichbar.

Kontakt

Waldkrippe am Einbollen
Zum Einbollen 2
79211 Denzlingen

Ansprechpartnerin Mascha Kaiser
E-Mail kaiser@aktion-lebensraum.de

Betreuungszeiten
Mo – Fr 8.00 – 13.00

Die Unterkunft

Die Waldkrippengruppe nutzt eine Schutzhütte. In der Schutzhütte befinden sich altersentsprechend funktionelle Bereiche, die in der täglichen U3-Betreuung gefordert sind. Es gibt einen voll ausgestatteten Wickelbereich. Die Spielbereiche sind großzügig ausgelegt und der Ruhebereich bietet für mehrere Kinder Platz. Die Schutzhütte wird durch einen Holzofen beheizt. Die Innenbeleuchtung wird durch eine Solaranlage gewährleistet. Die Schutzhütte hat einen barrierefreien Eingang, damit ein schnelles Verlassen der Hütte für Kinder und Erwachsene gesichert werden kann.

Da die Waldkrippengruppe durch ihre naturpädagogische Ausrichtung geprägt ist, wird die Schutzhütte nur als Aufenthaltsbereich bei schlechtem Wetter, ungenügenden Lichtverhältnisse an frühen Wintermorgen oder bei Müdigkeit der Kinder genutzt, also immer dann wenn im Außenbereich die Betreuung und die Aufsicht schwierig wird. Ansonsten bewegen sich die Kinder ihrem Alter entsprechend im angrenzenden Wiesen- und Waldbereich. Unsere vielfältigen naturpädagogischen Projekte werden hier angeboten.

Unser pädagogisches Grundverständnis

Jedes Kind hat eine individuelle Persönlichkeit, die wir mit Anerkennung und Wertschätzung behandeln. Individuelle Bedürfnisse, Interessen und Gefühle werden wahrgenommen und geachtet. Die Kinder erleben sich als Teil der Gruppe und können so erste soziale Kompetenzen erarbeiten. Die Stärken des Kindes werden in den Mittelpunkt gestellt, damit es motiviert neue Schritte wagt. Jedes Kind bekommt eine Bezugserzieherin. Sie begleitet das Kind kontinuierlich während der Eingewöhnungszeit und während des ganzen Verbleibs in der Einrichtung. Sie ist zugleich Ansprechpartnerin für die Eltern.

Ziele/ Wertvorstellungen

Im Mittelpunkt steht für uns immer das Kind, dessen Beobachtung und die Wahrnehmung, was das Kind braucht. Beobachtung und Dokumentation sind Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Die Beobachtungen sind Grundlage für den Dialog mit den Kindern und die Gespräche mit den Eltern. Der Schutz persönlicher Daten wird gewährleistet. Da es in den meisten Fällen der erste außerfamiliäre Kontakt ist, sind wir bemüht, in einer kleinen überschaubaren Gruppe sanfte Schritte zu gehen. Entwicklungsbereiche wie Körper, Sinne, Sprache, Denken, Gefühl/Mitgefühl und Werte werden in der täglichen Gruppenarbeit beobachtet, reflektiert und bedacht. Dadurch schaffen wir den Rahmen in dem das Kind sein Selbstbild aufbauen, sein Selbstvertrauen stärken und weiter entwickeln kann. Es werden Aktivitäten angeboten, die von den Kindern wahrgenommen werden können.

Der Wald und die Natur: unsere »Miterzieher«

Die Ausgangslage unserer pädagogischen Arbeit sind Wiese und Wald. Sie geben uns den allgegenwärtigen Spiel- und Lebensraum. Kinder benötigen zu einer gesunden Entwicklung nicht nur stabile Beziehungen zu liebevollen Menschen, sondern auch eine Beziehung zur Natur und deren Elemente. Hier können die Kinder elementare Erfahrungen sammeln und Beschäftigungsmöglichkeiten finden, die ihrem Alter entsprechen. Falls sie Freude daran finden, können sie sich frei über Wiese, Wege, Hügel oder im Wald bewegen. Ein reichhaltiger Schatz an Sinneswahrnehmungen durch jahreszeitliche Gegebenheiten oder Naturabläufe werden „nebenbei“ angeboten, erfasst und je nach Entwicklungsstand der Kinder thematisiert. Die Natur wird auf allen Ebenen erfahrbar gemacht. Die Kinder gewinnen an Selbstsicherheit und kräftigen sich auch im motorischen Bereich. Durch die „begrenzten Mittel“ und die Naturmaterialien entwickeln sich Fantasie und Kreativität. Der Wald schluckt viele Geräusche, wodurch die Kinder Ruhe und Stille erfahren können. Dies alles bietet eine gute Voraussetzung zu einer positiven motorischen, emotionalen, kognitiven und ethischen Entwicklung.

Wir sehen uns als „Gäste“ des Waldes. Wir sind ein Teil der Natur und versuchen Kinder dafür zu sensibilisieren. Wir wollen einen bewussten und respektvollen Umgang mit der Natur vermitteln.

Mehr Informationen zur Umsetzung der naturpädagogischen Konzepte, zum Orientierungsplan Baden-Württemberg, zum Eingewöhnungskonzept, Elternmitarbeit, etc. erhalten Sie auf Anfrage gerne von der Leitung der Einrichtung.

Ein Tag in der Waldkrippengruppe

  • Bringzeit

    8:00 – 9:00 Uhr Die Kinder spielen rund um die Hütte, bei schlechtem Wetter in der Hütte, bis alle Kinder der Gruppe anwesend sind.

  • Morgenkreis

    9:00 Uhr Wer ist heute alles in der Gruppe? Lieder und Fingerspiele lassen die Jahreszeit und das derzeitige Gruppenthema erkennen.

  • Ab in den Wald

    9:20 Uhr Wir machen uns auf den Weg zu unseren „Spielorten“ im Wald. Der Weg hat schon seine eigene Dynamik, je nach Stimmungs- oder Wetterlage. Kleine und große Entdeckungen bestimmen die Geschwindigkeit.

  • Freispiel

    ca. 9:50 Uhr Die Kinder erkunden den „Spielort“ und lassen sich auf die Natur ein. Erste Spielsituationen werden entwickelt.

  • Vesperzeit

    10:30 Uhr Der Platz wird eingerichtet, Hände gewaschen und gemeinsam mit einem Ritual beginnt das Essen.

  • Freispiel oder Aktivität

    11:00 Uhr Für einzelne Kinder oder die ganze Gruppe. Kinder die müde sind können sich zurückziehen und auf einer Decke ausruhen oder Bilderbücher betrachten.

  • Rückweg

    12:00 Uhr Hier können sich die Kinder wieder rund um die Hütte
    selbsttätig erfahren, wer müde ist, kann den Ruhebereich in der Hütte aufsuchen.

  • Abholzeit

    12:30 – 13:00 Uhr

Das Team der Waldkrippe

Mascha Kaiser
Staatlich anerkannte Erzieherin
Leitung der Waldkrippe. Berufserfahrung mit Krippenkindern seit September 2011, naturpädagogische Erfahrungen im Vorpraktikum zur Erzieherausbildung und als Mutter zweier Waldkrippen – und Waldkindergartenkinder.
Martina Gödecke
staatlich anerkannte Erzieherin
Seit Jahren in der Waldspielgruppe Denzlingen tätig.
Stefanie Thoma
Tanzpädagogin
seit 2011 in der Waldspielgruppe Denzlingen tätig.